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Slow Food im Pelzmantel: die Quitte

Quitten haben kulinarisch viel zu bieten, doch braucht es dazu Muskeln und Zeit. Jetzt hat die Slow Food-Frucht mit dem pelzigen Mantel wieder Saison.

Quitten stehen nur selten im Rampenlicht. Umso erstaunlicher, dass der Mundartsänger Kuno Lauener von der Berner Band «Züri West» der Quitte gleich einen ganzen Song widmet. Darin beklagt er sich, dass er mittlerweile aussehe wie eine Quitte. Dabei seien Quitten zwar nicht unsympathisch, aber auffallend gut aussehen würden sie eher nicht. Doch möge er die gelben und anspruchslosen Früchte sehr, die einfach draussen am Baum hängen und warten. Warten auf ihre Verarbeitung – und erst diese gibt dann richtig viel zu tun. Doch lohnt es sich durchaus, sich einmal einen Nachmittag lang den Quitten zu widmen. Krafttraining inklusive. Quitten sind kulinarisch vielseitig verwendbar: Ob als Gelee, Chiliquitten, mit Honig überbacken zu Hartkäse oder als Tarte, als Chutney oder besondere Note im Lammcurry – die Quitte ist äusserst anpassungsfähig.

Gut zu wissen: Besser nicht in die rohe Quitte reinbeissen. Zwar sind die rohen Früchte nicht giftig, aber aufgrund des pelzigen Belages und ihrer Härte, macht es einfach keinen Spass. Enthaart und gegart, gekocht oder gebacken wird die Quitte jedoch zur Delikatesse. Bis die Quitte weich wird, muss sie jedoch oft mindestens 45 Minuten vor sich hin kochen oder backen.

Quelle: https://www.lid.ch/medien/mediendienst/detail/artikel/slow-food-im-pelzmantel-die-quitte/

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